Wetschens Winkler lässt gleich drei Chancen liegen

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Nullnummer gegen TuS Lemförde / Otte: „Ich bin enttäuscht“ / Schiavone nimmt Punkt gern mit

Wetschen – Allein der eingewechselte Offensivmann Steffen Winkler vom TSV Wetschen hatte am Sonnabend drei klare Chancen, nutzte im Bezirksliga-Duell gegen den TuS Lemförde aber keine davon. Am Ende bekamen 100 Zuschauer beim 0:0 Fußball-Magerkost geboten. „An der Chancenausbeute hat´s gehapert. Ich musste mindestens einen reinmachen“, ärgerte sich der 25-jährige Winkler über die Abschlussschwäche. Auch Wetschens Trainer Thomas Otte haderte: „Mir fehlt die Überzeugung, ein Tor erzielen zu wollen. Ich bin enttäuscht, denn wir haben besonders in der ersten Halbzeit zu überheblich gespielt. Uns ist vorn nicht viel eingefallen. Lemförde hat es allerdings defensiv auch ganz gut gemacht.“ Lemfördes Kapitän Dino Maieli freute sich über das Unentschieden: „Wir haben kein Gegentor bekommen. Spielerisch war es aber nicht das Gelbe vom Ei.“ Nach der 0:5-Pleite gegen Aufsteiger TuS Wagenfeld zeigten die Gäste eine Reaktion, gingen engagiert in die Zweikämpfe hinein. Kämpferisch gaben sie bei hochsommerlichen Temperaturen alles. Die Innenverteidiger Dino Maieli und Lennart Ebert ließen in der Vierer-Abwehrkette nicht viel zu. Die Wetscher bekleckerten sich nicht mit Ruhm, hatten Probleme im Spielaufbau. Die erste Möglichkeit besaß Finn Raskopp nach einem Pass von Amadou Jallow, aber der 19- Jährige zielte neben den linken Pfosten (23.). Ein Ballverlust von Marwin Meyer hätte beinahe Folgen gehabt. Wetschens Stürmer Giovanni Esposito legte den Ball zu Bogdan Golgot ab, mit einer Glanzparade drehte TSV-Keeper Lukas Weyer ihn um den Pfosten (35.). Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, es gab mehrere Zweikämpfe und Fehlpässe. Die Gastgeber holten noch einen Freistoß heraus, aber Kevin Reinking zirkelte die „Pille“ neben den linken Pfosten (41.). Nach dem Wechsel verstärkten die Wetscher den Druck, kamen zu mehreren Eckbällen. Nach einer Ecke von Sören Sandmann köpfte der freistehende Winkler das Leder an den Pfosten (51.). Fünf Minuten später leitete auf der anderen Seite Dominic Becker mit einem langen Ball einen Konter ein. Esposito scheiterte an Keeper Weyer (56.). Nach einem erneuten Schnitzer von Meyer besaß der 36-jährige Angreifer eine weitere Gelegenheit, doch auch diesmal hielt Weyer das Spielgerät (60.). In der letzten halben Stunde zogen sich die Lemförder weiter zurück, machten die Räume eng und verteidigten das 0:0. Die Platzherren wollten mehr, griffen weiter an. Torge Rittmeyer brachte die Kugel nicht an Lemfördes jungem Torwart Hanno-Friedemann Groß vorbei (64.). Mittelfeldakteur Philipp Nüßmann zielte neben den Kasten (67.). Größer waren danach die Chancen von Winkler, der nach zwei RittmeyerVorlagen zweimal den Ball haarscharf neben das Tor schoss (76./79.). In der 90. Minute glückte Wetschens ein gewechseltem Angreifer Hinnerk Mittendorf nach langem Ball von Phil Schwierking zwar ein Kopfballtor, doch Schiedsrichter Mirel-Ioan Arghir (SV Dreye) gab den Treffer wegen Abseits nicht. „Das Unentschieden war sicherlich glücklich, aber den Punkt nehmen wir gern mit. Wir haben sehr diszipliniert gespielt“, sagte Lemfördes Coach David Schiavone, der auf seinen Sohn Francesco und Halil Akbas (beide wegen einer Ampelkarte gesperrt) verzichten musste.

(Bericht der Kreiszeitung von Matthias Borchardt)

Im Abschluss glücklos: Wetschens Offensivmann Steffen Winkler (l.), der sich hier gegen Dominic Becker behauptete, ließ gegen den TuS Lemförde drei Chancen aus. FOTO: BORCHARDT