In den vergangenen Jahren gab es viele besondere Momente, die den Verein betreffen. Die Kreiszeitung hat immer mal wieder super Artikel darüber verfasst. Wir haben hier mal eine kleine Auswhl besonderer Momente des TSV Wetschen zusammengefasst.

TSV Wetschen zieht Bilanz und ehrt: U 10-Jugend Mannschaft des Jahres

Vorsitzender Klaus Recker (l.) und weitere Vorstandsmitglieder des TSV Wetschen mit den Geehrten (v.l.): Oliver Kaspar, Birgit Süllow, Ludger Bugla, Lore Exner, Heino Langhorst, Jutta Schmidt, Bernd Linstädt, Björn Szubin, Andre Blumberg und Edelhard Dieckmann.
Vorsitzender Klaus Recker (l.) und weitere Vorstandsmitglieder des TSV Wetschen mit den Geehrten (v.l.): Oliver Kaspar, Birgit Süllow, Ludger Bugla, Lore Exner, Heino Langhorst, Jutta Schmidt, Bernd Linstädt, Björn Szubin, Andre Blumberg und Edelhard Dieckmann.

Wetschen – Die Fußballsparte ist das Aushängeschild des TSV Wetschen. Vom Altherren- bis in den Jugendbereich trainieren und spielen zehn Mannschaften in Wetschen, weitere Wetscher Spieler aus dem Jugendbereich werden außerdem in Rehden, Barver und Dickel gefördert. Dies wurde während der Jahreshauptversammlung des Vereins deutlich.

Zur Mannschaft des Jahres erkoren wurden die U10-Spielerinnen und Spieler der Fussballjugend. Zur Mannschaft um Trainergespann Peer Stiefler und Stefan Korte gehören Paul Freyer, Luis Hinz, Ricardo Hüsken, Nele Kirchner, Pauline Krempig, Jon Lienert, Japhia Paltinat, Jannes Patera, Jonas Paulik, Louis Pfeiffer, Alexander Schlotgauer, Nick Stiefler, Jost Trenk und Simon Winkler.

Was diese junge Truppe auszeichne, seien deren Fairness, die Geschlossenheit und der Zusammenhalt der Mannschaft. Mit einer Trainingsbeteiligung von nahezu 100 Prozent suche diese Mannschaft ihresgleichen. Auch auf auswärtigen Turnieren seien die jungen Kicker immer wieder positiv aufgefallen. Die größte Ehre sei ihnen auf der Bremer Sommer- Mini-WM zuteilgeworden. Dort sei sie aufgrund ihrer Symphatie zum Weltmeister der Herzen gekürt worden. „All diese positiven Eigenschaften machten uns die Entscheidung sehr leicht“, so Vorsitzender Klaus Recker.

Sportlerin des Jahres ist die Übungsleiterin Step Aerobic, Monika Oehlmann. Sie erhielt eine Auszeichnung des Vereins.

Von einer sehr guten Tennisabteilung sprach Peter Josef, lediglich im Seniorenbereich fehle ein wenig der Nachwuchs, was allerdings durch eine Kooperation mit den befreundeten Spielern aus Sankt Hülfe zu keinen spielerischen Problemen führe.

Auch in diesem Jahr wurden verdiente Mitglieder für ihre Treue zum Verein geehrt. Dies waren für ihre 25 Jahre Britta Uchtmann, Patrick Korte und Heinrich Meyer-Apwisch. Für 30 Jahre erhielten Bernd Linstädt, Marita Recker, Nina Recker und Christoph Recker eine Auszeichnung. Bereits auf 40-jährige Vereinstreue blicken Andre Blumberg, Lore Exner, Jutta Schmidt, Manfred Knopf, Heino Langhorst, Meike Schneermann, Birgit Süllow und Björn Szubin zurück. Alle Jubilare erhielten aus Händen des Vorsitzenden Klaus Recker kleine Präsente, verbunden mit dem Dank für die jahrzehntelange Treue zum Verein.

„Im Moment“, so der Vorsitzende, „laufen die Planungen für das 100-jährige Bestehen des Vereins im kommenden Jahr auf Hochtouren.“ Dieses große Jubiläum solle in einem würdigen Rahmen begangen werden. Mehr verriet er noch nicht.

Zur 99. Generalversammlung in der Schützenhalle hatte Vorsitzender Klaus Recker zu Beginn neben Vertretern fast sämtlicher Sparten besonders Bürgermeister Andre Rempe, alle anwesenden Sponsoren und Ratsmitglieder begrüßt. Zum verlesenen Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung durch Schriftwart Ludger Bugla wie auch zum vorgetragenen Kassenbericht von Schatzmeister Oliver Kaspar gab es seitens der Versammlung weder Fragen noch Einwände. Die Kassenprüfer Heino Langhorst und Ralf Höfelmann bescheinigten Kaspar eine vorbildliche Kassenführung. Zu neuen Kassenprüfern wählte die Versammlung Andre Rempe und Petra Otte.

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Fußballerinnen des TSV Wetschen begeistern Fans und Verein

© Menge (Der starke Auftritt der erst 2016 gegründeten Damen-Fußballmannschaft brachte ihr bei der Jaheshauptversammlung des TSV Wetschen die Auszeichnung Mannschaft des Jahres ein.)

Wetschen – Klaus Recker steht weiterhin an der Spitze des TSV Wetschen. Einstimmig sprachen ihm die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung in der Schützenhalle das Vertrauen aus. Auch alle weiteren Posten bleiben in bewährter Hand. So steht Edelhard Dieckmann weiterhin als zweiter Vorsitzender zur Verfügung ebenso wie Oliver Kaspar als Geschäftsführer und Ludga Bugla als Schriftführer.

Den Berichten der einzelnen Spartenleiter war zu entnehmen, dass es im Großen und Ganzen aus sportlicher Sicht recht gut aussieht. Bernd Gildehaus stellte als Leiter der Fußballsparte deutlich die Leistung der erst 2016 gegründeten Damen-Fußballmannschaft heraus. Dank des Trainerteams Sebastian Buss und Friedel Holle sei es den Damen gelungen, sich von Sieg zu Sieg in eine Art Trance zu spielen, die schlussendlich mit der verdienten Meisterschaft belohnt worden sei. Von Erfolg zu Erfolg hätten stets mehr Fans die jungen Kickerinnen zu ihren Siegen gepuscht.

Die Fußball-Herren hätten sich nach dem Abstieg aus der Landesliga wieder aufgerappelt und mehr und mehr zu ihren alten Leistungen zurückgefunden, die sie auf einem guten fünften Platz in die Winterpause gehen ließen, berichtete Gildehaus weiter.

Von einer äußerst aktiven Jugendarbeit sprach Spartenleiter Peer Stiefler. Zurzeit bestritten acht Mannschaften im Jugendbereich ihre Spiele und Turniere mit wachsenden Erfolgen. Das Highlight der kommenden Saison wird laut Stiefler die Teilnahme der U10 an der Mini WM in Bremen sein.

Gewohnt erfolgreich verlief das sportliche Jahr der Judokas. In Vertretung von Spartenleiter Wolfgang Schadel erinnerte Edelhard Dieckmann an die sieben Meisterschaften des vergangenen Jahres, bei denen die Wetscher Judokas sechsmal den ersten Platz erreichten, viermal einen zweiten Platz und einen dritten Platz. Bezirksmeister wurde Jan Mattis Wehrbein. Zwölf Judoka bestanden ihre Gürtelprüfung. Hervorzuheben ist hier laut Dieckmann Daniel Kaspar, der die Prüfung zum 1. Dan (schwarzer Gürtel) ablegte.

Von einem regelrechten Boom in der Tennissparte sprach Spartenleiter Peter Joseph. Sie wachse beständig, was nicht zuletzt dem sehr guten Zusammenhalt und der hervorragenden Anlage zu verdanken sei. „Durch den unermüdlichen Einsatz unserer Mitglieder haben wir uns eine Oase für unseren Sport erschaffen“, so Joseph.

Mit einem leichten finanziellen Minus beendete der TSV laut Geschäftsführer Oliver Kaspar die vergangene Saison, was allerdings dank Rücklagen habe aufgefangen werden können. Kassenprüfer Ralf Höfelmann bescheinigte Kaspar eine professionelle Kassenführung. Neu in den Kreis der Prüfer gewählt wurde Rudi Haslbauer.

(Der Vorstand gratuliert den langjährigen Mitgliedern (v.l.): Edelhard Dieckmann, Klaus Recker, Thomas Quante, Ludga Bugla, Philipp Bussmann, Nils Dückering, Klaudia Kurz, Reinhard Kurz, Oliver Kaspar.)

© Menge

Gleich zwei Mitglieder ernannte der Vorsitzende Klaus Recker zu Ehrenmitgliedern, auch wenn beide nicht an der Versammlung teilnehmen konnten. Karl Friedrich Dünnemann wurde aufgrund des Erreichens des 70. Lebensjahrs zum Ehrenmitglied ernannt, Wolfgang (Charly) Schadel aufgrund seiner Jahrzehnte langen Bemühungen um den Judosport.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Philipp Bussmann, Gunda Burghausen, Kerstin Dückering, Nils Dückering, Trautlies Flacjmeier, Heiko Knüppling, Reinhard und Klaudia Kurz sowie Karin Zell. Seit 30 Jahren stehen Thomas Quante und Thomas Richter zum TSV und ganze 40 Jahre ist Jutta Schmidt dabei. Recker dankte allen Genannten für ihre jahrzehntelange Treue.

Großer Jubel brandete noch einmal bei der Auszeichnung der Mannschaft des Jahres auf. Die besondere Ehre wurde dem Damen-Team der Fußballabteilung aufgrund ihrer beispielhaften sportlichen Leistungen zuteil.

Einen etwas längeren Zeitraum nahm der Beschluss der notwendig gewordenen Satzungsänderung in Anspruch. Die von Edelhard Dieckmann überarbeitete Fassung wurde der Versammlung vorgetragen, bevor die gut 50 stimmberechtigten Mitglieder diese einstimmig beschlossen.

Abschließend richtete Recker den Blick in die Zukunft und sprach das 2020 anstehende 100-jährige Jubiläum an. Der Verein habe beschlossen, dazu eine Festchronik zu erstellen, und sei nun auf der Suche nach Mitgliedern, die dieses Projekt durch tatkräftige Unterstützung realisieren möchten. Interessierte können sich bei den Vorstandsmitgliedern melden. 

Thomas Otte wird Trainer des TSV Wetschen

Übernimmt wieder das Traineramt beim Fußball-Landesligisten TSV Wetschen: Thomas Otte. - Foto: Flügge
Übernimmt wieder das Traineramt beim Fußball-Landesligisten TSV Wetschen: Thomas Otte. – Foto: Flügge©

Wetschen – Von Arne Flügge. „Vielleicht bin ich ja eines Tages wieder da.“ Als Thomas Otte dies sagte, wurde er im Mai 2015 als Trainer des TSV Wetschen mit Blumen und Präsent verabschiedet. Otte war nach nur einem Jahr als Herrentrainer aus beruflichen und privaten Gründen ausgeschieden. Seine Hinterlassenschaft: Titeltriumph in der Fußball-Bezirksliga und Aufstieg in die Landesliga. Jetzt kehrt der Meistermacher auf die Trainerbank des Landesligisten zurück. Der 50-Jährige tritt ab sofort die Nachfolge von Frank Heyer an, der zuletzt die nötige Rückendeckung seitens der Clubführung vermisst und sich vom TSV Wetschen getrennt hatte.

„Thomas Otte übernimmt“, bestätigte Wetschens Vorsitzender Klaus Recker gestern die Trainer-Verpflichtung. Und es sei dabei besprochen worden, dass Otte auch über die Saison hinaus Trainer bleibe, „unabhängig davon, in welcher Liga wir spielen werden“, so Recker. Momentan befindet sich der TSV Wetschen in akuter Abstiegsgefahr. Mit nur einem Saisonsieg und nur sieben Punkten aus 16 Spielen liegt die Mannschaft auf dem vorletzten Platz, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bereits zehn Zähler. Und daher hat Clubchef Recker die Messlatte für Otte auch nicht zu hoch gelegt. „Es gibt keinen Auftrag Klassenerhalt“, betonte der Wetscher Unternehmer, „der kurzfristige Auftrag ist, das Team zusammenzuhalten.“ Es gehe darum, vernünftigen Fußball zu spielen, „und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt“, erklärte Recker.

Die Verpflichtung von Otte als Chefcoach der ersten Mannschaft sei für den TSV Wetschen die angenehmste Lösung gewesen, meinte der Clubboss, „denn wir konnten es im Verein lösen“. Otte war zuletzt Trainer der zweiten Mannschaft. „Sein Rückzug hatte damals ja eher berufsbedingte und familiäre Gründe gehabt. Und Thomas hat immer gesagt, dass er irgendwann wieder zurück möchte“, ergänzte Recker: „Sein Wille war also immer schon da.“ Und die Mannschaft habe die Rückkehr des Trainers durchweg positiv aufgenommen.

Thomas Otte wird der bisherige Co-Trainer Benjamin Priesmeier zur Seite stehen. Ob auch Friedel Holle als Assistent bleibt, ist noch nicht restlos geklärt. „Ich hoffe, dass Friedel weitermacht“, sagte Otte, für den seine Verpflichtung „völlig überraschend“ kam. „Da war nichts geplant“, so der Trainer. Als aber der Anruf von Recker kam, „bin ich schon ein bisschen ins Grübeln gekommen, ich hatte weiterhin immer einen guten Draht zur Mannschaft, Verein und Team sind mir ans Herz gewachsen.“ Bei jedem anderen Club hätte Otte abgesagt, „doch Wetschen ist mein Heimatverein. Da fällt es einem schwer, nein zu sagen“, räumt der 50-Jährige ein, der bereits jetzt mit der Kaderplanung für die neue Saison beschäftigt ist.

Mit seinem Vorgänger Frank Heyer hat sich Thomas Otte bereits ausgetauscht. „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis“, sagt der neue Wetscher Trainer.

Heyer wird neuer Chef auf Wetscher Kommandobrücke

© Vogler (Ab der kommenden Saison übernimmt Frank Heyer das Traineramt beim Fußball-Landesligisten TSV Wetschen.)

Wetschen – Von Arne Flügge. Der TSV Wetschen hat die Weichen für die neue Saison gestellt: Ab Sommer wird Frank Heyer neuer Cheftrainer beim Fußball-Landesligisten. Bis dahin bleibt Friedel Holle verantwortlicher Interimscoach.

Heyer ist derzeit noch als Trainer für den B-Jugend-Niedersachsenligisten JFV RWD Diepholz aktiv und wird die Saison dort auch zu Ende bringen. „Ich werde die Jungs natürlich nicht im Stich lassen“, erklärt der 46-Jährige. Parallel dazu wird Heyer aber bereits in Wetschen aktiv sein, um den Kader für die neue Saison zusammenzustellen. „Frank soll schon jetzt die Mannschaft für die kommende Spielzeit gestalten. Wir wollen unseren Weg, auf die Jugend zu setzen, fortführen. Und da ist Frank für uns genau der richtige Trainer“, meint TSV-Spartenleiter Bernd Gildehaus: „Wir versprechen uns einiges von dieser Verpflichtung. Wir wollen in der neuen Saison richtig gut aufgestellt sein.“

Nach 13 Jahren als Trainer im Jugendbereich „wollte ich jetzt mal etwas anderes machen und eine Herrenmannschaft trainieren. Dann hat sich das mit dem TSV Wetschen so ergeben“, berichtet Heyer. Schließlich ist er Ur-Wetscher, kennt Verein, Mannschaft und Umfeld genau, hat früher selbst im Club gespielt. „Der Verein liegt mir am Herzen. Und für mich ist es persönlich eine neue Herausforderung.“ Heyers Engagement gilt auch für die Bezirksliga. „Doch wir werden jetzt alles dafür tun, dass die Mannschaft in der Landesliga bleibt“, gibt sich der künftige Coach bereits sehr kämpferisch.

Bis zum Sommer wird Friedel Holle, der nach dem Rauswurf von Coach Uwe Küpker Interimstrainer ist, dieses Amt auch weiterhin zusammen mit Sebastian Schmidt bekleiden. „Frank soll Friedel unterstützen und schon jetzt mal reinfühlen. Ab Sommer wird er dann Cheftrainer“, sagt Gildehaus.

Und Holle? Der wird vermutlich als Co-Trainer weitermachen. „Das ist überhaupt nicht ausgeschlossen“, sagte Heyer, „wir haben uns jetzt erstmal kennengelernt, und dann werden wir sehen, ob es zwischen uns hinhaut.“

Holle hat mit dieser Rolle kein Problem, wie er sagt. Die ersten Eindrücke von Heyer seien sehr positiv gewesen. „Er ist ein eher ruhiger Typ, der weiß, was er macht. Und jetzt müssen wir sehen, wie wir uns vertragen“, schmunzelt der Coach. Den Vorbereitungsplan habe Heyer jedenfalls schon mal abgenickt. „Ich bin vor der Saison als zweiter Mann hier angetreten und wollte nicht Chef sein. Obwohl das mittlerweile schon Spaß gemacht hat“, grinst Holle. Von daher habe er mit der neuen Situation „überhaupt kein Problem“.

Der JFV RWD hingegen muss sich nun einen neuen Trainer für seinen B-Junioren-Niedersachsenligisten suchen. Vorsitzender Patrick Kürble sieht den Weggang Heyers dennoch recht entspannt: „Im Fußball gibt es immer mal Veränderungen. Auch Trainer kommen und gehen. Wir werden uns ab Februar in Ruhe auf die Suche nach einem Nachfolger machen.“

Wetschen ist Meister!

© Flügge

(Partystimmung beim TSV Wetschen. Nach dem Aufstieg war der Jubel gestern groß – natürlich auch bei Matchwinner Nils Unger (links).)

Wetschen – Von Arne Flügge. Als die Nachspielzeit abgelaufen war, gab es kein Halten mehr. Im Sprint rannte die komplette Ersatzbank auf den Platz, und in einem wilden Knäuel hallte immer wieder ein „Campione, Campione“ über den Platz.

Der TSV Wetschen hatte es geschafft: Mit einem 1:0-Erfolg über den TV Stuhr sicherte sich das Team des scheidenden Trainers Thomas Otte gestern die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga und damit den Aufstieg in die Landesliga. Mit einem Punkt Vorsprung auf den SV BE Steimbke, der sich zeitgleich bei der SG Hoya mit 1:0 durchsetze.

Das Tor des Tages erzielte Nils Unger. In der 62. Minute fasste sich der Dribbelkünstler im Strafraum ein Herz, ließ gleich drei Stuhrer Verteidiger aussteigen und schob den Ball ins kurze Eck. „Ich habe es einfach probiert, super, dass es geklappt hat“, strahlte der Matchwinner später.

Es war allerdings ein Sieg auf des Messers Schneide. Über die gesamten 92 Minuten bot der TV Stuhr dem Gastgeber einen heißen Fight. „Wir haben nichts hergeschenkt“, sagte TVS-Trainer Christian Meyer. Und in der 89. Minute hätten die Gäste dem TSV Wetschen fast noch die Meisterschaft versaut. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff stand Riccardo Azzarello plötzlich mutterseelen allein vor TSV-Keeper Kai Winkler, jagte den Ball aber freistehend aus fünf Metern über das Tor. „Da haben wir es noch einmal spannend gemacht“, schmunzelte Coach Otte und jubelte: „Diese tolle Mannschaft hat sich die Meisterschaft und den Aufstieg absolut verdient.“ Sprach’s und bekam erstmal eine deftige Sektdusche.

Unterdessen wurde bekannt, dass Uwe Küpker in der neuen Saison Trainer in Wetschen wird. Der B-Lizenzinhaber hatte bereits beim Bezirksligisten TSV Bassum zugesagt, sich jetzt allerdings anders entschieden.

Melancholie am Rande des Party-Wahnsinns

Foto: Flügge  (Da ist das Ding, wenn auch nur aus Pappmaschee. Doch das war allen egal. Ausgelassen feierte der TSV Wetschen die Meisterschaft)

Wetschen – Von der Sektdusche durchtränkt, zog sich Thomas Otte erstmal etwas vom Partyzentrum zurück. Der Trainer des TSV Wetschen schaute dem bunten Treiben, dem wilden Gegröle und ausgelassenen Gehüpfe seiner Spieler zu. Er lächelte zwar, doch er war auch traurig. „Es ist ein ganz komisches Gefühl“, räumte der 49-Jährige ein: „Ich empfinde Freude und Trauer zugleich.“

Der Coach hatte die Fußballer des TSV Wetschen gerade zum Aufstieg in die Landesliga geführt. Es war seine letzte Mission gewesen. Otte beendet seine Trainerkarriere, will sich künftig mehr um die Familie und den Beruf kümmern. Doch loslassen konnte und wollte er irgendwie nicht: „Wenn du so eine geile Truppe hast, die sich trotz aller Rückschläge immer wieder aufgerappelt hat, dann fällt einem der Abschied schon schwer.“ Von daher empfand der Coach in der größten Stunde seines Schaffens „einfach nur Leere“.

Die Spieler hingegen ließen es nach dem Abpfiff so richtig krachen. Der harterkämpfte 1:0-Sieg über den TV Stuhr wurde schnell aus den Knochen getanzt. „Campione, Campione“, hallte es immer wieder. Jagdszenen von Spielern, die sich gegenseitig mit Sekt und Bier überschütten wollten, Bierkisten, die gefühlt bereits nach einer Minute leer waren und mittendrin ein Mann, der mit seinem Treffer in der 62. Minute den Erfolg sichergestellt und den TSV Wetschen zum Aufstieg geschossen hatte: Nils Unger. „Aufzusteigen, ist einfach immer geil“, jubelte der „Man of the Match“: „Dass wir das mit dieser jungen Truppe geschafft haben, ist aber etwas ganz Besonderes. Niemand hat uns doch diesen Erfolg zugetraut.“

Die Mannschaft habe in diesem letzten und entscheidenden Spiel noch einmal alles rausgehauen. „Alle waren heiß, haben gekämpft. Wir wollten heute dieses Tor erzwingen“, strahlte Unger. Dabei hatte er seinen Teamkollegen Nino Kröger übersehen. Fatal: Eine komplette Flasche Sekt entlud sich über Unger.

Wetschen trennt sich von Müller

Muss nach nur einer Saison beim Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen bereits wieder gehen: Trainer Stefan Müller. ·
Muss nach nur einer Saison beim Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen bereits wieder gehen: Trainer Stefan Müller. ·

Kreis-Diepholz – WETSCHEN · Vor dem heutigen Topspiel in Uchte platzte beim TSV Wetschen am Donnerstagabend nach dem Training eine Bombe: Der Verein trennt sich nach der Saison von Trainer Stefan Müller. Das teilte Klaus Recker, Vorsitzender beim TSV Wetschen, der Mannschaft mit. Gleichzeitig gab er in Thomas Otte den künftigen Coach bekannt, der derzeit noch die Landesliga-B-Junioren des JFV Rehden/Wetschen/Diepholz trainiert.

„Das ist kein Schritt gegen Stefan Müller, sondern wir haben uns für Thomas Otte entschieden. Wir setzen künftig auf die jungen Spieler aus dem Juniorenförderverein Rehden/Wetschen/Diepholz“, sagte gestern Klaus Recker. Er gab allerdings zu, dass das vor dem heutigen Hit eine „blöde Situation“ ist.

Die Wetscher wollen den Kader nach der Serie verjüngen, setzen auf Eigengewächse. „Die jungen Spieler sind unsere Zukunft“, unterstreicht Klaus Recker.

Stefan Müller, der gern verlängert hätte, macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Ich finde es schade, dass es so beendet wird, denn ich trainiere ein tolles Team. Mir macht’s einfach Spaß, und wir spielen guten Fußball.“ Auf alle Fälle wird der 51-Jährige in den Partien alles dransetzen, damit der TSV Wetschen am Ende den ersten oder zweiten Platz in der Bezirksliga belegt. Mit einem Sieg beim SC Uchte kann der Tabellenzweite bereits heute (Anstoß 16 Uhr) den Primus vom Thron stoßen. · mbo

Dieser Angriff kann Angst einflößen

Trainer Stefan Müller (rechts) ist neu, sein Co-Trainer Sebastian Schmidt (links) ist beim TSV Wetschen eine Institution. Gemeinsam wollen sie schnell die Neuzugänge Mario Nolting, Taner Sünün, Nils Unger und Nino Kröger (vorn von links) sowie (stehend von links): Hannes Nölker, Patrick Gehlker, Danny Lange, Hauke Wendt, Jordi Welp und Jonas Meyer. Es fehlt: Gerrit Meyer. ·
Trainer Stefan Müller (rechts) ist neu, sein Co-Trainer Sebastian Schmidt (links) ist beim TSV Wetschen eine Institution. Gemeinsam wollen sie schnell die Neuzugänge Mario Nolting, Taner Sünün, Nils Unger und Nino Kröger (vorn von links) sowie (stehend von links): Hannes Nölker, Patrick Gehlker, Danny Lange, Hauke Wendt, Jordi Welp und Jonas Meyer. Es fehlt: Gerrit Meyer. 

Kreis-Diepholz – Von Cord Krüger WETSCHEN · Heiß her geht es dieser Tage unter der Regie von Stefan Müller: Erst spät konnte der neue Trainer des TSV Wetschen mit der Vorbereitung starten, „aber daran bin ich selbst schuld: Schließlich war ich bis zum 11. Juli im Urlaub.“ Jetzt will der 51-Jährige aufholen und das größte Defizit abbauen: „Es hapert an der Kondition – aber das liegt nicht an meinem Vorgänger verstanden“, stellt Müller klar: „Dafür kann Franz-Josef Ripke nichts. Ich habe eben ein paar ältere Männer dabei…“ 

Allerdings ist er froh, nun wieder diese aus Diepholzer Landesliga-Zeiten bekannten Stützen um sich zu haben: Innenverteidiger Marcus Pfannenschmidt, Mittelfeldlenker Andre Krause und Tormaschine Florian Scharnitzky, dessen Kondition „übrigens nicht gelitten hat“, bescheren ihm ohnehin schon viel Qualität. Auch der anscheinend nicht alternde Defensivmann Enno Kohl, Antreiber Pascal Kropp und viele weitere nähren seine Vorfreude – doch ein Gedanke treibt Müller beim Blick auf den Kader doch um: „Wir konnte so eine Mannschaft vergangene Saison nur mickrige zwei Plätze besser dastehen als wir mit unseren deutlich geringeren Mitteln in Wagenfeld?“

Doch nun bekam er noch den vom VfL Oythe nach Wetschen gelotsten Offensivwirbler Nils Unger hinzu, wie das vorgenannte Trio zuvor jahrelang bei der SG. Zudem nahm er Danny Lange und Hauke Wendt vom TuS Wagenfeld mit – „aber ohne sie abzuwerben. Das habe ich nie gemacht“, stellt der 51-Jährige klar: „Beide kamen auf mich zu, fragten, ob sie mit nach Wetschen dürfen, und ich war natürlich einverstanden, weil ich viel von ihnen halte.“ Andersherum ist das wohl genauso – sonst hätten sie nicht weiter mit ihm arbeiten wollen…

Insgesamt tummeln sich somit nun mehr als 20 Mann auf dem Trainingsplatz. Die insgesamt elf Neuzugänge wollen den Arrivierten einheizen. Dazu zählen auch aus der eigenen A-Jugend beförderten offensiven Mittelfeldleute Patrick Gehlker und Jonas Meyer, Stürmer Hannes Nölker und „Sechser“ Nino Kröger. Sie alle müssen naturgemäß mehr Gas geben, um körperlich den Sprung in den Herrenbereich zu meistern. Kröger scheint da am weitesten: „Er setzt seinen Körper sehr gut ein“, hat Müller beobachtet.

Rückkehrer Gerrit Meyer vom BSV Rehden II käme als Abwehr-Alternative in Betracht – ebenso Jordi Welp vom TSV Drentwede, den Müller jedoch noch als Perspektivspieler sieht: „Er tut jetzt den nächsten Schritt, macht das aber gut.“ Doch mit Blick auf die Defensive legt sich Müllers Stirn in Sorgenfalten. „Die Viererkette funktioniert noch nicht immer so, wie ich es mir vorstelle.“ Also stellt er diese Ausrichtung auf den Prüfstand: „Ich werde nicht auf Biegen und Brechen mit einer Viererkette spielen lassen, nur weil es zum modernen Fußballs gehört. Wir haben es auch schon mit einer Dreierkette probiert.“ Danny Lange käme als Option in der Kette – wie lang sie auch sein möge – in Betracht. Allerdings könnte er auch im Mittelfeld für Furore sorgen – „doch da haben wir ohnehin schon eine wahnsinnige Qualität“.

Noch weiter vorn plagen Müller ebenfalls Luxus-Probleme: „Florian Scharnitzky zerreißt sich im Training, was ich von einem über 30-Jährigen nicht unbedingt erwarten kann. Aber der Junge ist fit. Gewichtsprobleme scheint er nie zu bekommen.“  „Scharne“ weiß wie Sturmpartner Björn Pattke eben auch, dass sie neben Nils Unger weitere Konkurrenz bekommen haben: Taner Sünün vom SV Mardin hat schon zu St. Hülfer Zeiten seinen Torinstinkt bewiesen. Müller könnte sich also auch mal drei Spitzen vorstellen.

Und dann ist da noch einer, der beim Barnstorfer SV ebenso mal ganz vorn gespielt hat, obwohl er Torhüter ist: Mario Nolting. „Er ist groß und geht vorne auch mal hin, wo es weh tut. Vielleicht ist das ja mal unser Glück, wenn ein Keeper in der 90. Minute beim Stand von 1:2 und einem Standard für uns in den anderen Strafraum geht…“ Dann kommen womöglich weitere Punkte für einen höheren Tabellenplatz zustande.